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Datenaustausch

Bei dem Austausch von Daten werde ich hier unterscheiden zwischen dem automatisierten Datenaustausch wie er meistens zwischen verschiedenen Programmen stattfindet und dem Datenaustausch der manuell ausgeführt wird, d.h. die Daten beispielsweise mit einem Datenträger (DVD, Memory-Stick) oder einer Datenübertragung zum "Zielort" gebracht werden.

Bei jedem Datenaustausch ist die Festlegung einer Programmschnittstelle, vorallem das Datenformat außerordentlich wichtig. Ohne eine passende Schnittstelle können die Daten nicht ex- bzw. importiert werden.

Automatisierter Datenaustausch

Beim Austausch von Daten zwischen Programmen kann man - je nach Programm und dessen Schnittstelle - zwei grundsätzliche Verfahren unterscheiden: Die Daten werden aktiv von dem Programm bei dem die Daten vorhanden bzw. entstanden sind (Quelle) zu dem anderen Programm übertragen (Ziel) - Push-Verfahren. Andersherum kann das Zielprogramm auch selbst aktiv sein und die Daten bei dem Quellprogramm abholen - Pull-Verfahren.

Sofern es keinen anderen Informationsaustausch zwischen den beiden Programmen gibt, hat das Push-Verfahren den klaren Vorteil gegenüber dem Pullverfahren, da es relativ zeitnah (beim Entstehen der Daten) die Daten weitergeben könnte (Details hängen natürlich von dem Programm ab). Wenn allerdings das Quellprogramm keine Programmierung für die aktive Weitergabe der Daten besitzt oder das Zielprogramm keine passive Schnittstelle für die Entgegennahme der Daten hat, kann auf das Pull-Verfahren zurück gegriffen werden.

Aber auch das Push-Verfahren garantiert keine sofortige Übertragung der Daten, da hier noch weitere Details eine grosse Rolle spielen:

Wenn das aktive Quell- oder Zielprogramm direkt auf die Kerndaten des anderen Programms zugreifen kann (beispielsweise direkt auf die Datenbank des Programms oder über einen sofortige formatiere Auslieferung/Einspeisung), so können diese sehr zeitnah gelesen bzw. geschrieben werden. Beim Schreiben muss allerdings darauf geachtet werden, daß die Kerndaten dabei insgesamt konsistent bleiben, d.h. durch das Hinzufügen von Daten keine fehlerhaften Datenstrukturen entstehen.

Ist der Datentransfer nur vermittelt möglich, so wird in der Regel ein Ort festgelegt, an dem die Daten hingeliefert werden, so daß das andere Programm sie dort abholen kann. Je nach Ort kann dies eine zusätzliche Zeitverzögerung erbringen (beispielsweise via E-Mail).

Zudem müssen die Programme zeitlich so abgestimmt werden, daß ein Datentransfer möglich schnell gehen kann. Üblich ist es, daß das Quellsystem die Daten sofort bereitstellt (lokal oder via Transfer), da bei diesem die Daten auch entstehen. Das Zielsystem hat hingegen das Problem das es entweder von aussen (dem Quellprogramm) angestossen werden muss, damit es die neuen Daten entgegen nimmt (einliest) oder das Zielprogramm schaut in regelmäßigen Abständen nach neu eingegangenen Daten. Je nach Zyklusdauer kann die zeitliche Verzögerung recht groß werden.

Ein wichtiger Aspekt bei dem Datenaustausch ist der Datenschutz. Wenn Quell- und Zielprogramm auf dem selben Computer laufen und dieser nach aussen hin abgesichert ist, sollte der Datentransfer keine Probleme bereiten. Schwierig wird dieser bei entfernt zueinander stehenden Computern die keine eigene und direkte Leitung miteinander haben. Hierbei (z.B. Internet) sollte natürlich die Verbindungen zwischen Quell- und Zielprogramm verschlüsselt sein. Ebenso muss sichergestellt werden, daß nur diese beiden Programme miteinander Daten austauschen dürfen. Das kann beispielsweise durch eine eindeutige Identifikation mit Namen und Passwort erfolgen.

Datenschutz bei Transfer

Konsistent eingetragen werden

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