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Vergleich von web-gestützten Inhaltsdarstellungen

Im folgenden werden verschiedene Programme verglichen, die die Inhaltspflege von Webseiten unterstützen. Natürlich kann so ein Vergleich nur die üblichen Programme einbeziehen. So ist es durchaus möglich, daß es auch Mischformen etc. gibt.

Allen Systemen gemeinsam, ist die deutliche Vereinfachung der Pflege der Inhalte, d.h. hierzu muß nicht mehr eine Beschreibungssprache wie HTML oder CSS gelernt werden.

WebContent-Management-Systeme (WCMS)

Vorteile:

  • Strikte Trennung von Design, Layout und Inhalt. Die Inhaltspflege wird dadurch erheblich vereinfacht und das Design und Layout kann nicht "aus Versehen" zerstört werden.
  • meist sehr differenzierte Rechte-Zuweisung der AutorInnen möglich. Dadurch lassen sich Bereiche klar von einander für die Bearbeitung abgrenzen.
  • Unterstützung der hierarchischen Anordnung von Inhalten.

Nachteile:

  • Starke "Gängelung" der AutorIn, d.h. diese hat kaum Möglichkeiten eigene Schriften, Farben etc. auf der jeweiligen Seite zu wählen. Ebenfalls sind Seitenbereiche und Seitenaufteilungen (Layout) strikt vorgegeben.
  • Das direkte Einbinden von weiteren Skripten (also nicht mit einem Link, sondern direkt in der Seite selbst) ist meist nur schwer möglich.

Wikis

Wikis sollen die schnelle Eingabe von Inhalten unterstützen - und das möglichst ohne große Hürden.

Vorteile:

  • Schnelle und unproblematische Eingabe von Text.
  • Eine flache und direkte Struktur wird gefördert.

Nachteile:

  • Kaum eine Möglichkeit ein komplexes Layout mit mehreren Textbereichen umzusetzen.
  • Nur sehr schwer umsetzbare Rechteregelung bzgl. der AutorInnen
  • Nur rudimentäre Up-/Download-Möglichkeiten für Dokumente und Dateien.
  • Keine Unterstützung der hierarchischen Anordnung von Webseiten.

Weblogs bzw. Blogs

Zur Erstellung von sogenannten Logs oder tagebuch-ähnlichen Einträgen.

Vorteile:

  • Schnelle und unproblematische Eingabe von Text.
  • Eine flache und direkte Struktur wird gefördert.
  • Meist existiert eine Kommentarfunktion an Ende der einzelnen Artikel.

Nachteile:

  • Kaum eine Möglichkeit ein komplexes Layout mit mehreren Textbereichen umzusetzen.
  • Nur sehr schwer umsetzbare Rechteregelung bzgl. der AutorInnen
  • Nur rudimentäre Up-/Download-Möglichkeiten für Dokumente und Dateien.
  • Keine Unterstützung der hierarchischen Anordnung von Webseiten.

HTML-Editoren

Vorteile:

  • Schnelle Erstellung von Webseiten möglich ohne daß zuvor ein Programm auf dem Webserver installiert werden muss.

Nachteile:

  • Bei einer Änderung von Layout oder Design müssen alle Webseiten meist nochmals bearbeitet werden.
  • Es kann leicht zu einem fehlerhaften Designs führen, da alle Elemente auf einer Webseite berabeitet werden.
  • Meist müssen die fertigen Webseiten mit einem Zusatzprogramm auf den Server gespielt werden. Hierzu werden einige fachliche Kenntnisse verlangt.

Fazit

Für gut strukturierte und zahlreiche Webseiten bei denen u.U. mehrere AutorInnen daran arbeiten müssen ist ein WebContent-Management-System die beste Wahl. Dieses erleichtert viele Arbeitsschritte erheblich.

Wenn es wenige oder hauptsächlich unstrukturierte Webseiten mit nur gelegentlichen Datei-Anhängen sein sollen, deren AutorInnen alle Seiten zugleich bearbeiten dürfen, kann auch ein Wiki eingesetzt werden. Das beste Beispiel für eine solche Inhaltsplattform ist die freie Bibliothek WikiPedia, deren Artikel alle gleichrangig sind, d.h. alle "Webseiten" auf gleicher Ebene liegen können. Ein anderes Einsatzgebiet ist oft ein interner Bereich in dem kooperativ gearbeitet werden soll.

Ein (We)Blog eignet sich vielleicht für die Kommentierung von Ereignissen oder kurzen Artikeln wie bei einer Zeitung. Hierbei ist der Schwerpunkt eindeutig die Aktualität der Artikel und eignet sich weniger für kollaboratives Arbeiten.

Einen - wie auch immer augefeilten - HTML-Editor zu verwenden um Webseiten inhaltlich zu erstellen und zu pflegen, ist vermutlich die schlechteste Lösung. Aber für sehr wenige Webseiten die dazu noch außerordentlich statisch bleiben, kann dies die schnellste und praktischste Lösung darstellen.

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